Was bedeutet das für uns?Stuttgart - Die Auswertung der Mitgliederumfrage hat nun doch etwas mehr Zeit als erwartet in Anspruch genommen. Wichtigstes Anliegen der Umfrage war eine längst überfällige Aktualisierung des Honorarspiegels. Die letzte Auswertung stammt aus dem Jahr 2002. Da zu der Umfrage sowohl online, als auch per Post aufgerufen wurde, konnten wir einen erfreulich hohen Rücklauf von 804 Mitgliedern verbuchen. Das sind 38% unserer Mitglieder!
Welche Schlüsse können nun aus den Ergebnissen - insbesondere der Einzelfragen - gezogen werden? Wo ergeben sich konkrete Anhaltspunkte, wie der Verband für seine Mitglieder aktiv werden kann? Jede Aussage über eine nackte Statistikzahl hat einen wertenden bzw. interpretierenden Charakter. Trotzdem soll versucht werden, Aussagen über die Ergebnisse zu machen. Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse Der Anteil der Mitglieder, die über die Künstlersozialkasse versichert ist, deckt sich nahezu mit dem Anteil, der "freiberuflich tätig" ist. Das bedeutet, dass die Absicht des Künstlersozialversicherungsgesetzes, eine "Pflichtversicherung" für die selbständigen Kulturberufe zu schaffen, in unserem Berufsverband vollständig verwirklicht ist. Interesse am Bezug der "neuen musikzeitung" nmz Trotz einiger Kritikpunkte gehört der Bezug der nmz bei über 80% der Mitglieder zu einem erwünschten Verbandsservice.Förderprogramm der Landesregierung "Singen-Bewegen-Sprechen" S-B-S Knapp ein Viertel unserer Mitglieder hätte ein Angebot in diesem Bereich. Mit Kenntnis dieser Zahl kann sich unser Verband weiterhin dafür einsetzen, dass Fördermaßnahmen des Landes in Zukunft auch unseren Mitgliedern zu Gute kommen müssen. Hier wird die Diskussion über die Einführung der bundesweiten "Bildungschipkarte" eine gewichtige Rolle spielen müssen. Legalisierung des Notenkopierens nach einem Modell der VG-Musikedition Diesem Modell hat unsere Mitgliederschaft eine klare Absage erteilt: nur ca. ein Viertel unserer Mitglieder würde eine solche Lizenz erwerben wollen. Diese Lizenz wird auf Nachfrage als zu teuer empfunden. Sie ist auch in der Praxis kaum zufriedenstellend anwendbar. So wäre es z.B. nicht erlaubt, von kopierten Noten auch Aufführungen zu spielen. Die Einschränkungen, die mit der Erlaubnis zum Notenkopieren einhergehen, werden als willkürlich und praxisfern bezeichnet. Damit kann man sagen, dass die Mitglieder unseres Verbandes eine wesentlich preiswertere und freizügigere Lösung erwarten (z.B. preiswerte Downloads von Noten mit uneingeschränkten Nutzungsrechten). Die VG-Musikedition sollte sich bemühen, hier praktikable Lösungen zu erarbeiten. Sicher wären die Mitglieder bereit, für Lösungen zu bezahlen, die sie vor ungesetzlichem Tun bewahren würden. Honorarspiegel Die Ergebnisse der Honorarumfrage sind selbsterklärend. Da die Fallzahlen bei der Angabe von Honoraren für Gruppenunterricht relativ klein sind, können die Ergebnisse für diesen Bereich etwas ungenau sein. Die durchschnittliche Bezahlung von Unterrichtsleistungen ist klar ersichtlich und kann hilfreich sein, sich selbst zu positionieren. Alle Umfrageergebnisse stehen im geschlossenen Mitgliederbereich der Homepage unter www.dtkv-bw.de zum Download bereit. |